Wechselt der berüchtigte Geheimmagier die Fronten?

July 17th, 2008

Seit nun 8 Jahren steht www.yehudi.de unter der Fuchtel des gefürchteten Geheimmagiers. Aus diesem Grunde ist dieser Blog nicht so unabhängig, wie die deutsche Bildzeitung, die täglich vom Institut für Bildung herrausgegeben wird, damit das Volk auch die Wahrheit kennt, die es ja vorher nie gab. So fragte Pontius Pilatus nicht umsonst einige Zeit vorher nach der Wahrheit, doch leider verstarb der Stadthalter, noch bevor die Wahrheit durch die Bildzeitung ans Licht kam. Read the rest of this entry »

St. Pauli

May 22nd, 2008

Auf St. Pauli zu leben bedeutet, in den Spielfilmen zu stecken, die sich andere Menschen sonst in sichererem Abstand vorm Fernseher mit einer Tüte Chips anschauen. Man ist nicht mehr vor der Gefahr durch die Bildschirmoberfläche geschützt. Es gibt keinen Hauptdarsteller, der vielleicht der Retter in der Not ist, weil er Bruce Willis, Will Smith oder Arnold Schwarzenegger heißt. Und plötzlich ist es nicht mehr lustig wenn man sich selber wie Woody Allen verhält, denn dann überlebt man gerade bis zur Haustür, und das wars. Read the rest of this entry »

Der Bücherwurm

May 17th, 2008

Der Bücherwurm hat in seinem Wohnzimmer Regale bis zur Decke, und braucht geradezu eine fahrbare Leiter, die ihn an den Regalen entlang führt. Selbstverständlich ist diese Leiter auch mit einem Aufzug versehen, der ihn schnell mal ein paar Regalbretter höher oder tiefer bringt. Read the rest of this entry »

Ich seh den Sternehimmel

May 30th, 2007

So manch einer mag glauben, dass Deutschlands berüchtigter Geheimmagier zu viel den Song “Sternehimmel” von Hubert Kah gehört hat. Wer nämlich den Magischen Raum betritt, betritt das Universum, welches sich der Magier der dunklen Loge selbst erschaffen hat. Read the rest of this entry »

Hat Yehudi Feuer gefangen?

April 16th, 2007

Wer heute von der Hauptstraße auf den idyllischen Hinterhof kam, dem kamen heftige Rauchschwaden entgegen, die kurz vor dem Hofausgang im dritten Stock aus zwei Fenstern kamen. Genau hier wohnt eigentlich Deutschlands berüchtigter Geheimmagier. Wer diesen kennt, der weiß genau, das dieser gerne mit dem Feuer spielt, und da sollte es niemanden verwundern, wenn ihn eines Tages die Feuer der Hölle verzehren. Bisher ist er ja in dieser Hinsicht davon verschont geblieben, und in der letzten Sekunde war ihm das Glück dennoch hold. Als der kleine Magier noch kleiner war als das er überhaupt lesen konnte, wurde der kleine Junge aus seinen tiefsten Schlaf gerissen, wo er gerade im Schlaraffenland war, und sich durch den dicken Kuchenberg gefressen hatte. Genau hinter der Wand an der er schlief, stand ein Bett, in dem ein Read the rest of this entry »

Bram Storker’s Dracula

April 1st, 2007

Der Hamburger RDM Immobilien Makler Jonathan Harker, fährt nach Transsylvanien , um Earl Y eine runtergekommene Immobilie, die keiner mehr haben will, da sie in Hamburg als Haus des Schreckens bekannt ist zu verschachern. Im Mittelalter sollen dort Hexen schwarze Messen abgehalten haben. Ein späterer Besitzer war Satanist, als er starb schien das Haus von einem Fluch bedeckt zu sein, es wurde auch viel gemunkelt, sein Geist würde dort immer noch umherschwirren, und sein Unwesen treiben. Auf mysteriöse Weise seien alle weiteren Eigentümer auf eigentümliche Art verschwunden. So steht dies Haus seit dem letzten Jahrhundert leer, und niemand traut sich das Gemäuer abzureisen. Harker wittert also ein Riesengeschäft mit dem Herrn machen zu können. In Schäßburg angekommen, warnen ihn die Rumäner vor dem Gutsbesitzer. Harker will patu nicht hören, er hält die Menschen für abergläubisch und nach dem Zeitalter der Aufklärung für zurückgeblieben. In einer Gaststätte will er dann etwas essen, und bestellt sich eine Buchstabensuppe. Als er die Buchstabensuppe hungrig verzerren will, stellt er fest, dass alle Nudeln ein Y sind. Read the rest of this entry »

Koma Saufen

March 30th, 2007

Wer heute auf die Hamburger Bild Zeitung blickte, entdeckte, dass Koma-Saufen mit dem Tode bestraft wird.

Doch auch der kleine Magier kannte das Koma-Saufen aus seiner Kindheit.  So lag sein besonders vorbildlicher Stiefvater, bereits in der ersten Zeit im Keller unter der Treppe, und sah für den sehr kleinen Magier, der kaum die erste 6 (in Jahren) der 666 erreicht hatte, wie Tot unter der Treppe liegen. Doch der Stiefvater hatte sich nur ins Koma gesoffen, und war zur Betrübtheit daraus erwacht. Wenn der Stiefvater aus seinem Koma erwachte, dann rannte er wie Arnold Schwarzenegger in Terminator 1 durch die Wohnung, wirbelte wie King Kong die gesamte Familie durch die Luft nach draussen vor die Tür, und sagte: “Geht doch zurück nach Dortmund.”  Wobei in Dortmund das Bier gebraut wurde, mit welchem er sich immer wieder ins Koma soff.

Was geschah bei Schneewittchen und den sieben Zwergen wirklich?

March 8th, 2007

Jahrelang blieb der Mordfall Schneewittchen hinter den sieben Harburger Bergen bei den sieben Zwergen ungeklärt, doch jetzt hat Kommissar Y neues Licht in den Fall gebracht, und die Sache geklärt.

Bisher war von der ganzen Welt die böse Königin verdächtigt worden, die in Hamburg lebte, und Montags immer den Spiegel las, der ihr stets die Wahrheit sagte, doch eines Tages stand dort auf der Titelseite, Schneewittchen sei 1000 mal schöner.

Der Jäger behauptete die Königin hätte ihm befohlen Schneewittchen zum Jagen mit in die Harburger Berge zunehmen, und sie dort zu erschießen. Zum Zeichen der königlichen Ergebenheit sollte er ihr das Herz rausreißen, und der Königin mitbringen. Doch der Jäger konnte sie mit seiner Flinte nicht töten, sondern nur ihre Unschuld nehmen, und da es ihm gefiel ließ er sie laufen, und jagte wie Asterix und Obelix ein Wildschwein, dem er das Herz rausriss. Dieses bereitete dann der Koch zu und die Königin aß ihr Herz auf.

Schneewittchen lief durch den Harburger Wald. Dann kam es an ein Blockhäuschen. Das Türchen stand offen, und drinnen stand ein üppig gedeckter Tisch für die sieben Zwerge, die nicht zu Hause waren, sondern gerade beim ein Euro Job im Harz. Vermutlich waren die lüsternen Zwerge, aber nur an der Walpurgisnacht im Harz, und ansonsten schlugen sie sich mit ihrem Ein-Euro-Job rum. Da sich die sieben Zwerge von den Mietvorstellungen, welche die deutsche Bundesregierung hat, bei Harz 4 keine Wohnung leisten konnten, zogen sie zusammen, und gründeten eine Bedarfsgemeinschaft. So ließ sich für die sieben Zwerge auch mit Harz 4 ein angenehmes Leben führen, obwohl so mancher Zwerg schon den anderen mit seinem Schnarchen diesen den Schlaf raubte. Das wußte aber nun das obdachlose Schneewittchen nicht, und dachte, es wäre in einer kirchlichen Mission gelandet, was allgemein auch als Frauenhaus bekannt ist. So nahm sie weil sie hungrig war von jedem Gedeck ein bisschen, um niemanden zu doll zu schaden, und legte sich in eines der Bettchen, welche zu siebt im Schlafzimmer aufgereiht waren.

Zwischenzeitlich war die Sonne untergegangen, und es war dunkel, da kamen die Mieter des Häuschens heim, und da sie die letzte Stromrechnung bei Vattenfall nicht bezahlt hatten, mussten sie mit ihren sieben Kerzen das Häuslein erhellen. Da die Türen alle offen standen, und von jedem Teller etwas fehlte, glaubten die sieben Zwerge, dass der Gerichtsvollzieher da gewesen wäre. Der erste Zwerg entdeckte, dass jemand in seinem Bettchen lag. Sollte der Vollstrecker etwa mit einer Räumungsklage dadrin liegen? Alle stellten sich mit ihren Kerzen um das Bett, indem sie dann aber Schneewittchen entdeckten. Ein anderer Zwerg holte sein Handy, und stellte fest: “Wer hat denn mit meinem Handy gesimmst?” Er rief sofort John Thomson an, dass sie ein williges Mädel hätten, und wenn er sofort vorbeikäme, könnte er einen traumhaften Gangbang filmen. Das so dachten die sieben Zwerge könnte die Haushaltskasse der Männer Wohngemeinschaft wieder aufbessern. Die sieben Zwerge standen alle mit hechelnder Zunge um das Bett in dem Schneewittchen völlig entblößt lag.

Als John Thomson dann mit seiner Kamera eingeflogen kam, hatten sich die Zwerge bereits schon ihre Zipfelmützchen übergezogen. Die sieben Zwerge waren natürlich Gentlemans der alten Schule. Sie wußte sehr wohl, wie sie Schneewittchen im Schlaf so stark erregen konnten, ohne dass sie Traum von Wirklichkeit unterscheiden konnte. John Thomson fühlte sich sehr schnell wie der Wolf unter den sieben Geißlein. Bald war ein neuer Film der GGG Reihe im Kasten, und der Film Produzent konnte total befriedigt wieder nach Hause.

Schneewittchen hatte an diesen Spielen sehr schnell ihren Gefallen gefunden, und gab sich voller Leidenschaft, den Zwergen hin, die dieses und ihre Obdachlosigkeit ausnutzten. Doch dann stand an einem Montag ein Bericht im Spiegel über das wilde Leben von Schneewittchen.

Als die angeblich böse Königin in den Spiegel guckte, und sah wie ausgehungert, und das mit Schnee vollgepumpte Schneewittchen aussah, machte sie ein Lunchpaket fertig, und fuhr zu den sieben Zwergen. Sie versuchte das unter Bulimie leidende Schneewittchen zu überzeugen wieder mit nach Hause zukommen, und eine Therapie zu machen. Doch es half nichts, und Schneewittchen zog sich die nächste Linie rein. So musste die verrufene Königin wieder alleine nach Hause fahren.

Schneewittchen ließ sich Wasser in die Badewanne, und nahm ein entspannendes Bad, doch dann kam der eifersüchtige Prinz, der in Schneewittchen schon lange verliebt war, und alles mitbekommen hatte. Ihm gefiel es überhaupt nicht, dass Schneewittchen sich so gehen ließ, und hatte die Gelegenheit beim Schopfe gegriffen, dass die Königin da war. Er schmiss den Fön in die Wanne, in der Schneewittchen gerade durch ihre flinken Finger einen Orgasmus hatte. Sie schrie laut auf, zuckte zusammen, und dann lag ihr Körper regungslos wie der von Jim Morrisons und Uwe Barschels in der Badewanne. Da der eifersüchtige Prinz den Verdacht auf die angeblich böse Königin lenken wollte, ließ er das Wasser aus der Badewanne, lüftete gut durch, dass man von den Verbrennungen nichts mehr roch, und wickelte einen neuen Föhn um den Hals von Schneewittchen. Als die sieben Zwerge abends nach Hause kamen, fanden sie Schneewittchen in der Badewanne, und riefen gleich die Polizei, diese verhaftete darauf die Königin. Die sieben Zwerge machten einen gläsernen Sarg, und legten dort das schöne Schneewittchen hinein. Doch jetzt hat Kommissar Y den Fall noch mal neu aufgerollt, und endgültig gelöst.

Sodom und Gomorrha

January 19th, 2007

St. Pauli und St. George sind das Sodom und Gomorrha von Hamburg, das beweisen alleine schon 16.000 Straftaten1 im Jahr, und halten damit die Spitze der Kriminalität von Hamburg.  Hurerei, Prostitution, Zuhälterei, Homosexualität (Anmerkung des Verfassers: ohne negative Wertung), Drogen und Menschenhandel gehören hier  zur Tagesordnung.

Kein Wunder also, dass sich der Magier der dunklen Loge in Hamburg insbesondere an diesen Stätten wie Lot nieder lies. Vermutlich hofft er ins geheime, dass eines Tages die Engel ihn aus der Stadt führen, und zwei Jungfrauen mitgeben, die ihn dann wie Lots Töchter mit Wein betören, und wild über ihn herfallen, um auf ihm zu reiten, wie die Hure Babylons auf dem Großen Tier.2
Da sich der Magier der dunklen Loge als Das Große Tier sieht, begeht jede Frau, die mit ihm den Beischlaf ausübt die schwerste sodomitische Sünde, die Unzucht mit einem Tier.
Mag der Geheimmagier nach einigen Jahren von St. Georg nach St. Pauli gezogen sein, seinen Heiligen Schein hat er sich weiterhin durch die Wahl seines Wohnortes mit der Heiligsprechung “Stankt” gesichert.
Wer aber die Geschichte von Sodom und Gomorrha3 mit der von St. Pauli und St. Georg vergleicht, der wird feststellen, dass der Zorn Gottes bei diesen sündigen Stadtteilen von Hamburg um einiges mehr erregt sein dürfte. Das sich aber Gott nicht um den Sündenpfuhl kümmert, mag wohl eher daran liegen, dass Gott viel mehr darüber erzürnt ist, dass seine Luft mit Abgasen verpestet wird.  Es ist anzunehmen, dass er jetzt einen Hustenanfall hat, da man davon ausgehen kann, dass er militanter Nichtraucher ist. Zeit also um den Menschen was zu husten. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass die ganzen aufsteigenden Rauchwolken ihm einfach die Sicht versperren.
Dass da einem Vater mal der Geduldsfaden reist, wird ja wohl jeder Sozialarbeiter verstehen. Immerhin ärgert sich Gott seit über 6000 Jahren mit den Menschen rum.
Und so entschied sich der Mann der ZZ Top ähnlicher sieht als allen anderen Rockstars, seinen Zorn voll und ganz auszuleben. Mit 190km/h hauchte er “Kyrill” dem Orkan der in Europa wüten sollte Leben ein. Der Himmel verdunkelte sich, wie zur Kreuzigung Jesus Christus.4 Der Orkan deckte einige Häuser ab, damit Gott besser sehen kann, was die Menschen hinter ihren verschlossenen Türen so treiben.
In Hamburg erkennt man um 11:00 Uhr den Ernst der Lage.  Sofort trifft sich der Zentrale Katastrophenstab in der Innenbehörde, während sich außen das Unwetter weiter zusammenbraut, und nicht aufhalten lässt. Und als würde der Sturm in 12 Tonarten sein monumentales Mamutwerk vor der Menschheit aufführen, ist die Windstärke in genau dieser Höhe angesiedelt, und hält sich in keinster Weise an die klassische Harmonielehre, sondern donnert durch die Häuser, als würde ein Pianist volltrunkend wütend mit allen Körperteilen gleichzeitig auf seinen Flügel einschlagen, und versuchen dieses als Neumoderne Kunst dem fassungslosem Publikum zu verkaufen. Dass der Steinwegflügel dabei so stark in Mitleidenschaft gezogen wird, dass selbst der Recyclinghof ihn nur noch gegen Bezahlung entgegennimmt.

Doch Das Große Tier, von dem sein Stiefvater schon sagte, er habe den Teufel im Haus, und verzweifelt mit seinen Glaubensbrüdern auf den Knien den Allmächtigen anbetete bis ihm das Blut aus der Kehle spritzte, sitzt in seiner Wohnung nach dem Motto: “My home is my castle.” und ist in dem Spiel seiner Gitarre versunken, und bekommt vom Sturm der über der Stadt nichts mit, wie der schlafende Jesus, als seine Jünger auf dem Boot um ihr Leben bangten.5

Doch da stellt sich die Frage, warum genau ihn der Allmächtige ausgelassen hat, wo er doch direkt unterm Dach wohnt, und mitten im Sündenpfuhl? Hat er sich etwa besser versteckt, als Adam, während Gott ihn nach dem Sündenfall rief.6 Und hat seine Musik etwa die Worte Gottes: “Yehudi, Wo bist Du?” übertönt? Oder hat ihn Gott schon genügend damit gestraft, dass sein Stiefvater mit zweiten Namen Adolf hieß, und sich auch so verhalten hat? Oder hat er einfach Glück gehabt? Oder sollte im Großen Tier auch ein Kind Gottes stecken, welches Gnade vor seinen Augen gefunden7 hat?


  1. Hamburger Abendblatt vom 3. März 2006 Kriminalität: So sieht es in Ihrem Stadtteil aus Mit jeweils rund 16.000 Delikten bilden St. Pauli und St. Georg das absolute Spitzenduo.
  2. Offb.17:3 (Gute Nachricht) Und er führte mich im Geist weg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, voller Namen der Lästerung, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte.
  3. 1. Mose 19 Untergang von Sodom und Gomorra
  4. Lukas 22:44-45 Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,
    und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riß mitten entzwei.
  5. Mk 4:37-38 Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, so daß das Boot schon voll wurde.Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, daß wir umkommen?
  6. 1. Mose 3:9 Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?
  7. Lukas 2:29 Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast;

Der Jahresputz

December 31st, 2006

Der Künstler hat es schwer sich in die Gesellschaftliche Ordnung einzufügen, so auch seine Wohnung in einem repräsentativen Zustand zu halten, denn ständig wird er von der Inspiration zu höheren Dingen getrieben, die ihm die Ordnung in seinen eigenen Wänden als nicht mehr wichtig erscheinen lassen. So ist es der freischaffende Künstler gewohnt, dass seine Brieftasche im Kühlschrank liegt, die Euroscheckkarte, die längst abgelaufen ist sich neben der zweiten Latte vom Lattenrost unterm Bett befindet. Seine Kontoauszüge um den Toilettenpapierhalter gewickelt sind. Das Staubsaugen entfällt auch, denn unter dem Berg von Noten, die über dem Fußboden verteilt sind, verschwinden schnell die Brotkrümel. Dass sich die Bücher um ihn stapeln, wie der  Turmbau zu Babel ist reiner Selbstschutz. Und hat der Künstler in den 50er Jahren noch auf seine quietschende nicht geölte Schreibmaschine eingehämmert, so ist es jetzt ein kleiner Mini Mac, der unter den Büchern verschwunden ist, Maus und Tastatur aber noch gerade die Stellung vor dem Bildschirm halten. Ist die Tastatur es gewöhnt einen Schluck des morgendlichen Kaffees abzubekommen, so begnügt sich die Maus mit den Käseresten, während der Künstler noch mit seinem Kater zu kämpfen hat. Der wahre Künstler muss sich jede Nacht um die Ohren schlagen, um eine neue Quelle der Inspiration aufzutun, von der er dann die nächsten Tage zehren kann, wie ein Hungernder bei einer trockenen Brotkante. Doch die Ansprüche des Künstlers steigen, da er sich immer wieder selber aufs neue übertreffen will. So brummt der Schädel am nächsten Morgen, als hätte ihn jemand in einen Schraubstock gespannt. Damit der Morgen erträglich wird, und er vielleicht noch ein paar Stunden mehr Schlaf erhaschen kann, sind die Fenster mit fingerdicken Vorhängen versehen, die verhindern, dass ihn die Sonne erblinden lässt.

Da aber der Künstler nicht zu einem Messi verkommen soll, braucht er eine Putzfrau, die nicht nur verhindert, dass seine Toilette sich in eine Gaskammer verwandelt, sondern eine Ordnung, in der sich jeder Deutsche zurecht findet herstellt. Auch wenn der begnadete Künstler jetzt von Nietzsche “Jenseits von Gut und Böse” nicht mehr als Fussstütze des Schreibtisches dient, sondern im Bücherregal suchen muss, niemand kann dann mehr sagen, dass die Wohnung verwahrlost wäre.

Damit die Putzfrau mit ihrer Ordnung in ihrer dominanten und aufdringlichen Art und Weise Erfolg hat, ist ein Putz einmal die Woche das mindeste, was eine gute Hausfrau vertreten könnte. So sucht sie den Künstler am Freitag auf, damit die Wohnung zum Wochende in einem gepflegten Zustand ist. In Fachkreisen wird dieses Wochenendputz genannt. Erscheint die Putzfrau am Montagmorgen so ist von der von ihr hergestellten Ordnung nichts mehr zu sehen, denn hier wirkt es als hätte eine Bombe eingeschlagen. Am Wochenende erholt sich der Künstler von seiner schweren Arbeit in der Woche, und macht die Nacht zum Tag, und es scheint, als währen alle weiblichen Gäste vom Kiez bei dem Künstler eingezogen und hätten mit ihm die wildesten Orgien erlebt, dass das neue Babylon wohl im Geiste dieses Künstlers entstanden ist.
Die eifrige Putzfrau hat aber den Zustand der Wohnung bis zum Mittag wieder hergestellt, so dass sich der Künstler in seine Arbeit stürzen kann.

Da aber natürlich der Wochenputz und Wochenendputz nicht ausreichen um die Wohnung in Schuss zu halten, gibt es monatlich den Monatsputz, und Frühjahr, Sommer, Herbst und Winterputz. Doch der schlimmste Putz , dem sich ein Künstler aussetzen muss ist der Jahresputz. Dieser findet einmal  jährlich an Silvester statt, und ist der Alptraum eines wahren Künstlers. Bereits morgens um halbsechs wird er dadurch geweckt, dass eine ganze Putzkolonne von putzwütigen Haushaltshilfen ihn aus den Schlaf reißen. Die Decke wird ihm weggezogen, und das ganze Bettzeug abgezogen, um gewaschen zu werden.

Zwei Putzteufel zerren ihn aus dem Bett, und entwenden ihm seinen Schlafanzug, und er findet sich in der Badewanne wieder, in der ihn die Mädels von unten bis oben schrubben. Der Leser wird sich fragen warum das ganze, der Künstler soll den Dreck vom vergangenen Jahr nicht ins neue Jahr mitschleppen, und die Altlasten abschütteln. Sitzt der Künstler nun vor seinem Rechner bibbernd vor Kälte, da die Putzteufel die Fenster sperrangelweit aufgerissen haben, versucht er sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, er hält sich an seiner  heißen Tasse Kaffe fest, um nicht zu erfrieren. Die Putzfrauen haben ihm nur noch seinen Bademantel gelassen, denn der gesamte Inhalt des Kleiderschranks hat im nahegelegenen Waschcenter alle Maschinen blockiert, die dort vorhanden sind.

Sie saugen und wirbeln um den übermüdeten Künstler rum, der seine Mithilfe nur dadurch verweigert, weil Humoristen wegen ihrer Hämorriden nicht solche Arbeiten übernehmen können.

Wenn die Putzfrauen mit blauen Säcken auftauchen, so weiß der Künstler, dass dies nichts gutes bedeutet, die kannte er bereits von seiner Mutter, die damit Ordnung schaffte, dass alles dort rein wanderte, nach dem Motto, wo nichts ist, ist keine Unordnung. Jedes Jahr verschwindet seine Briefmarkensammlung, die unter seinem Bett liegt. Und selbst sein erster Teddybär, der zwecks fehlender Augen erblindet war, und der scheinbar an Magersucht litt, da er kein Styropor bei sich behielt fiel dem Räumkommando zum Opfer. Auch sein erster Computer konnte nicht gerettet werden.

Der Teppichboden, der scheinbar vom gesamten letzten Jahrhundert von Cafe, Wein und Colaflecken übersät war erscheint nun, als wäre er gerade neu ausgelegt worden. Auch Küche und Bad wirken, als wären sie gerade neu eingebaut worden.

Die Putzfrauen sind in ihrer Sauberkeit so genau, dass sie auch die Badewanne säubern, und übersehen haben, dass der Dreck als Kunst deklariert war. Bei einem Künstler ist oft Kunst nicht von der Realität zu unterscheiden. So kann es durchaus passieren, dass ein großartiges Kunstwerk der Hygiene zum Opfer fällt.

Und roch es Anfangs noch nach Kneipe, so riecht es nach dem Großeinsatz wie im Krankenhaus, und die Putzfrauen können sich um 23:55 Uhr stolz auf die Schulter klopfen, und sind sich sicher, dass diese Sauberkeit bis nächstes Jahr anhält.

Kommt der Künstler jedoch in der Nacht nach Hause, dann sieht die Wohnung anschließend aus, als hätte die Reeperbahn dort Sylvester gefeiert, und am nächsten Tag findet dann der gewohnte Neujahrsputz statt.